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290. KUNST IM GUTSHAUS – „WENN KONTROLLE KIPPT“

Ausstellungsort:



Gutshaus Glinde, Möllner Landstr. 53, 21509 Glinde bei Hamburg,
Telefon: 040 - 710 00 40
E-Mail: kunstverein@kvglinde.de / info@gutshaus-glinde.de
Internet: www.kvglinde.de / www.gutshaus-glinde.de/kunst_kultur/home
Ausstellungstitel:„WENN KONTROLLE KIPPT“ - abstrakte und gegenständliche Malerei in versch. Techniken auf Papier und Leinwand
Aussteller:Boris Jankowski, Künstler – Hamburg
Vernissage:06. August 2026, 19:30 Uhr – Gutshaus Glinde
Der Künstler ist anwesend.
Begrüßung:Kirsten D. Milke, Kunstverein Glinde e.V
Laudatio:Kirsten D. Milke, Kunstverein Glinde e.V
Ausstellungsdauer:06. August 2026 bis 27. September 2026
Öffnungszeiten:
mo. + fr. von 10:00 bis 12:00 Uhr
di. + do. von 14:00 bis 17:00 Uhr
und nach vorheriger Vereinbarung unter Tel. 040 – 710 00 415 od. 714 04 495
Eintritt frei!
Sonderöffnungszeiten:Sonntag, 23. August und 20. September 2026 von 14 – 17 Uhr; Eintritt frei!

Unter dem Titel „WENN KONTROLLE KIPPT“ zeigt der Hamburger Künstler Boris Jankowski ab dem 07. August 2026 eine Auswahl seiner Arbeiten im Rahmen der traditionellen Ausstellungsreihe „Kunst im Gutshaus“ im Gutshaus Glinde, Möllner Landstr. 53 in 21509 Glinde. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Donnerstag, dem 06. August 2026 um 19:30 Uhr, bei der Kirsten D. Milke vom Vorstand des Kunstverein Glinde e.V. die Begrüßung und die Laudatio hält. Der Künstler ist anwesend.

Die Ausstellung versammelt zwei miteinander verwandte Werkgruppen, die sich beide jenem Moment widmen, in dem Kontrolle kippt. Die erste gilt Vincent van Gogh selbst, dem Menschen hinter der Legende, und gliedert sich in ein Triptychon zur Selbstverletzung am Ohr in Arles 1888 sowie eine dreiteilige Serie, die von einem Brief van Goghs an seinen Bruder Theo ausgeht. Die zweite Werkgruppe nähert sich Zuständen jenseits der Fassung, dem Kurzschluss als jenem Moment, in dem eine Entscheidung fällt, die sich der bewussten Steuerung entzieht, und dem Rückfall in ein altes Muster.

Der Hamburger Künstler Boris Jankowski steht vor seinem Ohren-Triptychon im Gutshaus Glinde

Boris Jankowski vor seinem Ohren-Triptychon

Detailliertes zum Künstler Boris Jankowski und seinen Werken

Biografisches

  • Lebt und arbeitet in Hamburg-Winterhude
  • Malt seit rund fünf Jahren, der Anfang war ein geschenkter Malkasten, den er zunächst gar nicht annehmen wollte
  • Autodidakt, ohne formale künstlerische Ausbildung
  • Arbeitet mit Acryl, Mixed Media, Ölpastell, Aquarell und Zeichnung
  • Beruflich tätig in der betrieblichen Suchtprävention und in einem Betreuungsverein, wo er Menschen begegnet, denen aufgrund besonderer Lebensumstände Hilfe gewährt werden muss, eine Nähe, die seine Bildthemen unmittelbar prägt
  • Führt sein künstlerisches Schaffen unter dem Namen Atelier Feingeist

Bisherige Ausstellungen

Titel & OrtZeitraumBeschreibung
Echos der Unruhe – Airport Hamburg, Kunst am Gate01.10.2024 – 27.03.2025Solausstellung über Krisenerfahrung, innere Spannungen und den Wunsch nach Normalität.
Bergedorfer Kunstschau24.08.2024 – 01.09.2024Gruppenausstellung an fünf Standorten in Hamburg-Bergedorf.
Feingeist trifft Zeitgeist – Rathaus Altona22.07.2024 – 16.08.2024Solausstellung mit abstrakten Arbeiten.
Feingeist trifft Zeitgeist – Reepschlägerhaus Wedel27.04.2023 – 05.06.2023Solausstellung zur Wiedereröffnung des Hauses, abstrakt und gegenständlich.
Kunst gegen Krieg30.04.2022 – 25.06.2022Benefiz-Gruppenausstellung zugunsten von Hanseatic Help.

Artist-Statement – Boris Jankowski

„Was ich male, kenne ich aus eigener Beobachtung und Nähe und nicht aus der Fachliteratur. Mich interessiert der Moment, in dem Kontrolle kippt. Weniger der Zusammenbruch selbst als die Sekunde davor, in der eine Entscheidung fällt, die sich der bewussten Steuerung entzieht. Daher rührt der Titel dieser Ausstellung.

Meine Malerei bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Aufbau und Auflösung. Diese Arbeit ist mir Ventil und Vergnügen zugleich, offener Prozess ebenso wie der Versuch, mit den Bildern auch andere Menschen zu erreichen. Der Anspruch an ein stimmiges Bild bleibt davon unberührt.

Ich arbeite mit Acryl, Mixed Media, Ölpastell, Aquarell und Zeichnung. Wichtiger als das Material ist mir der Vorgang selbst, Entscheidung, Korrektur, Überlagerung, Spuren und Revisionen bleiben sichtbar. Der Name Atelier Feingeist steht für Präzision im Ungefähren.“

Details zu den Werkgruppen

Werkgruppe I: Vincent van Gogh

Das Ohren-Triptychon

Drei Arbeiten kreisen um das wohl bekannteste Ereignis im Leben Vincent van Goghs, die Selbstverletzung am Ohr in Arles im Jahr 1888. Unter den Titeln „A Piece of Vince“, „Colorless Pain“ und „An Unexpected Gift“ nähert sich Boris Jankowski dem Menschen hinter der Legende, jenem Moment, in dem eine Entscheidung fällt, die sich selbst entzogen bleibt.

Triptychon mit drei gemalten Ohr-Motiven von Boris Jankowski, Referenz an Vincent van Gogh

„A Piece of Vince“, „Colorless Pain“, „An Unexpected Gift“, Acryl auf Leinwand, je 70 × 100 cm

Serie 676

Drei weitere Arbeiten, „Vince Black and White“, „Vince, Rouge“ und „Vince, Vert“, gehen von einem Brief van Goghs an seinen Bruder Theo aus, verfasst in Arles am 8. September 1888, in dem er Rot und Grün als seine Farben für die schrecklichen menschlichen Leidenschaften beschreibt. Zwei der Bilder tragen im Goldenen Schnitt ein Wort aus diesem Brief, auf den ersten Blick sichtbar, in seiner Schrift jedoch so verschliffen, dass es sich nicht sofort entziffern lässt.

Dreiteilige abstrakte Bildserie 676 von Boris Jankowski in Schwarz-Weiß, Rot und Grün

„Vince Black and White“, „Vince, Rouge“, „Vince, Vert“, Mixed Media auf Papier, je 36 × 48 cm

Werkgruppe II: Der Kurzschluss

Die zweite Werkgruppe, mit den Arbeiten „Kurzschluss 022023“, „Jaded 2“ und „RAW“, nähert sich Zuständen jenseits der Fassung. Im Zentrum steht der Kurzschluss als jener Moment, in dem eine Entscheidung fällt, die sich der bewussten Steuerung entzieht, und der Rückfall in ein altes Muster. Beide Werkgruppen teilen dieselbe Bewegung, die Übersetzung eines Zustands in Farbe, Oberfläche und Rhythmus, ohne ihn zu erzählen.

Abstraktes Mixed-Media-Bild Kurzschluss 022023 von Boris Jankowski

Kurzschluss 022023“, Mixed Media auf Leinwand, 80 × 120 cm

Zum Ausstellungsort Gutshaus Glinde

Barrierefreiheit

Ein barrierefreier Zugang zu den Ausstellungsräumen kann z. Zt., leider bedingt durch Baustellen am und im Gutshaus Glinde (u. a. Fahrstuhl außer Betrieb), nicht verlässlich geschaffen werden. Um benötigte Zugangsbedingungen zu besprechen, werden Besucher bei Bedarf gebeten, vor dem geplanten Ausstellungsbesuch rechtzeitig Kontakt mit dem Stiftungsbüro unter 040 – 710 00 410 (jeweils in der Zeit mo. + fr. 10 – 12 Uhr und di. + do. 14 – 17 Uhr) oder per E-Mail info@gutshaus-glinde.de aufzunehmen.

Weitere Informationen zu Ausstellungsbesuchen

Erteilt zu den bereits genannten Öffnungszeiten das Stiftungsbüro im Gutshaus unter Telefon 040 – 710 00 410 oder E-Mail: info@gutshaus-glinde.de. Mehr lesen unter: www.gutshaus-glinde.de

Anfahrt und Parken

Vor dem Gutshaus und am benachbarten Glinder Marktplatz gibt es einen größeren Parkplatz für Pkw. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man das Gutshaus Glinde von Hamburg Hbf-Nord mit der U2 bis „Steinfurther Allee“, von dort mit den Bussen der Linien 133 oder 333 bis „Glinde Markt“, anschließend Fußweg von 50 m zum Gutshaus, oder von Hamburg Hbf. mit der S2 bis „Reinbek“, von dort mit der Buslinie 237 bis „Glinde Markt“, anschließend Fußweg von 50 m zum Gutshaus.


Kontakt zum Künstler Boris Jankowski: Werke und Hintergrund b.jankowski@atelier-feingeist.de

Atelier Feingeist | Konzeptkunst Hamburg von Boris Jankowski

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