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251. „KUNST IM GUTSHAUS“ – Ausstellung „ His_Story„ – Grafiken

Ausstellungsort:



 Gutshaus Glinde, Möllner Landstr. 53, 21509 Glinde bei Hamburg,
Telefon: 040 - 710 00 411
E-Mail: kunstverein@kvglinde.de / info@gutshaus-glinde.de
Internet: www.kvglinde.de / www.gutshaus-glinde.de/kunst_kultur/home
Ausstellungstitel:„ Hi_Story„ – Radierungen von Iris Trostel-Santander
Aussteller: Iris Trostel-Santander – Halle (Saale)
Vernissage:Donnerstag, den 06. Februar 2020, 19.30 Uhr
Begrüßung:Kirsten D. Milke, Kunstverein Glinde e.V.
Laudatio:Jan Hosemann, Halle (Saale)
Ausstellungsdauer:bis 29.03.2020
Öffnungszeiten:
Mo. bis Do. 9 –12 Uhr
Mo. und Mi. 14-16 Uhr
Di. und Do. 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung unter Tel. 040 – 710 00 411 - Eintritt frei!
Sonderöffnungszeiten:Sa., 14.03.2020 – 12 – 20 Uhr So., 15.03.2020 – 10 - 14 Uhr
Spezial!:Sa., 14.03. um 18:00 Uhr – Vortrag der Künstlerin zu
„Non toxic-printing in der Radierung“ (gesündere Alternativen zum traditionellen Tiefdruck“) - Eintritt frei!

Die 1983 in Berlin als Tochter spanisch-deutscher Eltern geborene Iris Trostel- Santander absolvierte zunächst ein Probädeutikum für Zeichnung und Fotografie an der Kunsthochschule Vilnius / Litauen. Sie schloss daran ein Studium der Architektur und Städtebau der FH-Potsdam und ein Erasmus-Studium an der Frederico II, Neapel / Italien mit Bachelor of Arts: Großstadtecken in Berlin, Germany. Darauf folgte ein Studium der Bildenden Kunst (Romanistik/Lateinamerikanistik) an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale und ein Aufbaustudium (Malerei und Grafik) an der Kunstkochschule Birg Giebichstein, Halle (Saale). Seit 2017 ist Iris Trostel Santander freiberuflich in Vollzeit als Bildende Künstlerin in Halle (Saale) tätig und gründete ebenda eine Atelier-Werkstatt. Die Künstlerin ist Mitglied im BBK Sachsen- Anhalt und kann seit Beginn ihrer Studienzeit sowie danach auf eine beachtliche Anzahl von Gruppen-Ausstellungsbeteiligungen sowie Einzelaustellungen in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen verweisen.

Mit Ihrer Ausstellung „ His_Story“ im Gutshaus Glinde sind Iris Trostel-Santanders Werke erstmalig in Norddeutschland zu sehen.


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Zu ihrer Kunst befragt, antwortet Iris Trostel-Santander:
„ Das Planen, Umsetzen und Betrachten meiner Bilder und die damit einhergehende Beschäftigung mit den Werken von Künstlern aus vergangenen Epochen regt mich zu elementaren Fragestellungen zum menschlichen Zusammenleben in der westlichen Welt an. Dabei spielt für mich die Rolle der Frau im überlieferten Bild eine zentrale Rolle, da daran wesentliche Scharniere unserer Gesellschaftsordnung abzulesen sind. Was geschieht mit uns Frauen, nachdem hunderte von Generationen durch machtvolle Bilder das Natürliche als Unheilig erleben mussten? Die Motivation, meinen Radierzyklus Hi_Story auszustellen, liegt in erster Linie darin, dass ich mit Hilfe von einer spezifischen Anordnung von Symbolen, die in unserem kulturellen Gedächtnis gespeichert sind, den Betrachter und mich anregen möchte, über scheinbar unverrückbare Gegebenheiten kritisch nachzudenken.“

Die Künstlerin erklärt weiter, dass in Analysen der feministischen Kulturwissenschaftlerin Susan Bordo kulturgeschichtlich der menschliche Geist dem „Männlichen“ gleichgesetzt werde und der Körper für das „Weibliche“ stehe. Daraus folgere, dass in diesem Gedankensystem der Körper dem Geist untergeordnet sei und somit die Frau dem Mann. Angeregt von diesen Überlegungen bemüht sich Iris Trostel-Santander als Künstlerin um eine kritische Perspektive in Bezug auf

Rollenbilder, die nach möglichen Ursachen für heutige gesellschaftliche Probleme im Bereich der Kunstgeschichte von alt tradierten Glaubenssystemen, wie Religion und Mythen forscht.
„ Mit meinem Arbeitszyklus Hi-Story,“ so erklärt die Ausstellerin weiter, „möchte ich einerseits zu einem achtsamen Umgang mit der Natur inspirieren und andererseits zum Grübeln über machtvolle die westliche Kultur jahrtausendlang prägende Narrative und deren mögliche Einflussnahme über Wechselwirkungen auf Naturwahrnehmung und Geschlechterrollen anregen, indem ich mit Hilfe der Sorgfalt einer grafischen Tradition mit tradierten Zeichen ein notwendiges Narrenspiel treibe.“

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Als Künstlerin mit deutschem und spanischem Hintergrund, fühlt sich Iris Trostel- Santander auch für den spanisch-sprachigen Raum, der außerhalb von Spanien den größten Teil Zentral- und Südamerikas umfasst, verantwortlich. Dies erklärt wahrscheinlich auch ihre Affinität zur christlichen (römisch-katholischen) Bildsprache und deren Problematisierung, da sie durch die Prägung der Künstlerin naheliegend ist. Sie fühle sich also auch für die Probleme von Frauen verantwortlich, die immer noch unter den familiären und gesellschaftlichen Ansprüchen eines Immaculata- Archetypus innerhalb postkolonialer Kulturen zu leiden haben.

Im Gutshaus Glinde zeigt Iris Trostel-Santander eine beeindruckende Auswahl von Arbeiten der Grafik aus ihrem Werkzyklus Hi_Story, der auch dieser, ihrer ersten großen Einzelausstellung im Norden Deutschlands den Titel gab. Gehängt sind Radierungen und Aquatinta-Grafiken von Frauenporträts aus der [im]maculata-Serie der Künstlerin, sowie ähnlich thematisierte Frauen- und Männerporträts und –darstellungen; alle Grafiken in beachtenswert kleinen Druckauflagen. Im Hinblick auf die Wahl des Mediums, ist es der Künstlerin besonders wichtig zu erwähnen, dass der Aspekt der (limitierten) Reproduzierbarkeit (mit Originalcharakter) der Grafik von großer Bedeutung ist, denn so können Bildideen als Originale gleichzeitig auf Reisen gehen.

I. Trostel-Santander bereitet Tiefdruck vor

Die Kunstfreunde erwartet alles in allem mit „ Hi_Story“ im Guthaus Glinde eine faszinierende Ausstellung einer sehr begabten jungen Grafik-Künstlerin aus Sachsen-Anhalt, die es für Norddeutschland zu entdecken gilt.

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Vorschau:
Nächste, 252. Gutshaus-Ausstellung im April – Mai 2020

Titel + Ausstellungsinhalt: noch nicht vorliegend

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Aussteller: Eröffnung:
Dauer: Sonderöffnung: Begrüßende Worte: Laudatio:

Musik:

Künstler*innen des Kunstverein Glinde e.V.

am 02. April 2020, 19:30 Uhr
bis 31. Mai 2020
N.N.
Silke Löbbers, Sönke-Nissen-Park Stiftung N.N.

N.N.

 

Anja Rieke

1967 in Emden geboren
1986 Abitur, anschließender Lehre in einer Tischlerei
1988-93 Studium der Innenarchitektur
1993-2009 Innenarchitektin in einem Gestaltungsbüro
für Kreuz- und Fahrgastschiffe
1999 Beginn der künstlerischen Tätigkeit im Atelier Zwalinna, Hamburg
2010-2015: Kunstakademie Reichenhall und Kunstakademie Wien
Dozenten: G. Almbauer, R. Dale
Mitglied der Künstlergruppe - 7 Painters -

Einzel- und Gruppenausstellungen:
Galerie am Michel 2010, DPV-Deutscher Pressevertrieb 2011
„Blauer Fasan“ Wiesmoor 2012, Asklepios Klinikum Hamburg 2013
Kunstauktion Rotary Club Hamburg-Elbe 2012 / 2013 / 2014 / 2018
FormArt 2014, Fabrik der Künste 2014, Teltower Kunst-Sonntag 2014
FormArt 2015, Massage Hamburg 2015, AuraKure 2015, Kunstgriff 2015,
FormArt 2016, AuraKure 2016, Galerie „Papenhuder 57“ 2016,
HamburgGalerie 2016/17, Selekta-Studio 1 2017
Kunst im Garten 2017, Alsterart 2017, Kunst im Gang 2017
Hamburg zeigt Kunst 2018, Alsterart 2018
Atonale 2019, Malerweekend Reinbek 2019, Kunstherbst 2019

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